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Mit dem neuen iPad Pro hat Apple einen Tablet-Computer auf den Markt gebracht, der in vielen Details überzeugen kann. Für etliche Anwender kann er auch ein Notebook ersetzen, wenn es um Aufgabengebiete wie E-Mails, Websurfen und kreative Aufgaben geht. Wer intensiv mit Tabellenkalkulationen arbeitet oder viele Inhalte zwischen verschiedenen Dokumenten austauscht, findet im iPad Pro aber keinen perfekten PC-Ersatz. Zwar bietet das neue Betriebssystem iOS 9 inzwischen einen „Split View” an, bei dem sich zwei Dokumente nebeneinander darstellen und Inhalte übertragen lassen. Der Modus wird aber längst nicht von allen iOS-Programmen unterstützt.Das große Apple-Tablet schlägt herkömmliche Laptops in einigen Disziplinen. Das Display ist hervorragend. Der Akku läuft mit zehn Stunden länger als bei den meisten Notebooks. Man kann das iPad dank des eingebauten GPS-Empfängers als Navigationsgerät einsetzen und mit einer Mobilfunk-Option unkompliziert überall online bringen.

Diesen Vorteilen stehen aber noch gravierende Nachteile gegenüber. Auf dem Schoß fühlt sich das iPad Pro im Vergleich zum Laptop wackelig an. Und selbst die bessere Logitech-Tastatur bietet keine Vorteile gegenüber guten Notebook-Tastaturen. Legt man das Riesen-iPad zusammen mit der Logitech-Tastatur auf die Waage, ergibt sich im Vergleich zu einem Macbook Pro (13 Zoll mit Retina Display) auch kein Gewichtsvorteil mehr.Mit 32 GB Speicher und WLAN kostet das günstigste iPad Pro 899 Euro, 210 Euro mehr als ein entsprechendes iPad Air 2. Für die Variante mit mehr Speicher (128 GB) verlangt Apple 1079 Euro, für das LTE-Modell mit 128 GB werden 1229 Euro fällig.

BERLIN. Früher war alles besser! Das mag mancher denken, wenn sein Staubsauger oder der Wasserkocher schon wenige Monate nach dem Kauf streikt. Denn dann ist der Ärger erstmal groß. Früher gab es noch echte Wertarbeit, heute wird von vornherein Schrott produziert, könnte man denken. Aber gibt es das wirklich: geplanten Verschleiß? Oder ist das eine reine Verschwörungstheorie?Der Vorwurf: Unternehmen sollen zum Beispiel absichtlich Sollbruchstellen in ihre Produkte einbauen, damit sie eher kaputtgehen. Geplante Obsoleszenz heißt der Fachbegriff hierfür. „Alle streiten es ab, aber der Berufsalltag spricht dagegen”, sagt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Aber es sei schwer, so etwas nachzuweisen. „Das geht eigentlich nur durch Whistleblower - Ingenieure aus Unternehmen, die wissen, ob in einem Gerät absichtlich ein Fehler eingebaut wurde.”

In seinem Buch „Murks? Nein danke!” hat sich der Betriebswirt Stefan Schridde mit dem Thema beschäftigt. Er hat den Eindruck, dass Murks Methode hat - nicht immer, aber immer öfter, schreibt er. Häufigster Grund für Verschleiß sei das falsche Material, beispielsweise Zahnräder aus Plastik, die für eine mechanische Belastung nicht ausgelegt seien.An solchen Punkten könnten Verbraucher ansetzen, erklärt Heldt. „Vor dem Kauf sollte man gucken, ob ein Produkt Schwachstellen hat.” Dafür brauche es natürlich Sachkenntnis. Aber bei vielen Waren könne man sich auf seine Sinne verlassen. Und auch der Preis ist ein Kriterium: „In der Regel gehen billige Produkte schneller kaputt als solche aus dem mittleren Preissegment.” Umgekehrt seien die teuersten Produkte aber nicht die haltbarsten. „Da bezahlt man oft den Markennamen mit.” Bei teuren Geräten lohne es sich, vorher etwa Testberichte zu lesen.

Die Industrie weist den Vorwurf von sich: Elektro-Hausgeräte seien im Gegenteil sehr langlebig, entgegnet der Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI). So seien von den fast 180 Millionen großen Elektro-Hausgeräten in deutschen Haushalten fast 75 Millionen älter als 10 Jahre. Über 30 Millionen seien sogar schon 14 Jahre oder länger im Einsatz. Und eine Studie habe gezeigt, dass Hausgeräte im Mittel 13 Jahre genutzt werden. Die Nutzungsdauer der ersten Besitzer solcher Geräte reiche von 12 Jahren bei Waschmaschinen und Trocknern bis zu über 15 Jahren bei Gefriergeräten.Natürlich hänge es auch von der Pflege ab, wie lange Produkte halten, erklärt Jürgen Nadler von der Stiftung Warentest. „Sehr kalt oder heiß und feucht ist für viele Sachen nicht gut, die leiden dann.” Günstig seien eine mittlere Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad und eine trockene, staubfreie Umgebung.

Geht ein Produkt bald nach dem Kauf kaputt, können sich Verbraucher beim Händler auf die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren berufen, erklärt Heldt. Käufer können in dieser Zeit eine Reparatur oder die Neulieferung verlangen. Vom Kauf zurücktreten oder den Preis mindern dürfen sie, wenn eine Reparatur zweimal scheitert, eine Ersatzlieferung fehlschlägt oder der Verkäufer diese Leistungen nicht innerhalb einer angemessenen Frist erbringt.Dabei gibt es eine Einschränkung: Die Käufer müssen beweisen, dass der Mangel schon beim Kauf vorhanden war. Nur innerhalb der ersten sechs Monate ist die Beweislast umgekehrt. Dann muss der Händler belegen können, dass die Ware im Laden noch einwandfrei war. Daneben gibt es die Garantie, die vom Hersteller freiwillig gegeben wird. „Sie kann viele Einschränkungen haben”, sagt Heldt. So kann es etwa bei einem Laptop Ausnahmen für den Akku geben.

Ob sich eine Reparatur lohnt, hängt vom Verhältnis der Kosten zum Anschaffungspreis ab. Aber auch von den Konsumgewohnheiten: „Es gibt ja auch eine psychologische Obsoleszenz, wenn jemand sagt: Das gefällt mir nicht mehr”, erklärt Nadler. So tauscht derjenige vielleicht manches Gerät eh schnell wieder gegen ein neues. Bei teureren, langlebigeren Produkten könne sich dagegen ein gewisser Besitzerstolz einstellen. „Nicht jeder kann es sich leisten, das ist mir bewusst”, sagt er. „Aber wer das Geld hat, sollte es ausgeben und bekommt dann mit größerer Wahrscheinlichkeit etwas, an dem er mehr Freude hat.” Und das er länger behalten möchte.Außerdem könnten neue Geschäftsmodelle den Weg zu mehr Haltbarkeit ebnen. „Unter Geschäftsleuten gibt es schon die Möglichkeit, Geräte wie Drucker nicht zu kaufen, sondern zu leasen”, erklärt Heldt. „Man bezahlt dann für eine bestimmte Anzahl Seiten, die gedruckt werden sollen.” Der Hersteller solcher Drucker habe natürlich ein großes Interesse, dass das Gerät lange hält. Solche Modelle könnten in Zukunft auch Einzug in den Privatbereich halten.

BERLIN. Eine stundenlange Zugfahrt steht bevor, und der Akku vom Handy hat gerade schlapp gemacht: Ist dann keine Steckdose in der Nähe des Sitzplatzes, bleibt das Telefon unterwegs wohl oder übel aus.Wollen Bahnkunden im Zug mit dem Laptop arbeiten oder ihr Handy aufladen, sollten sie bei der Reservierung darauf achten, dass sie einen Platz mit Steckdose bekommen. Wo und ob es Strom im Waggon gibt, variiere je nach Fahrzeugtyp, Baujahr und Strecke, sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Wo Zuggäste Strom bekommen:- Zweite Klasse im ICE: In der Regel befindet sich eine Steckdose in der Mitte jedes Doppelsitzes. Eine Ausnahme sei zum Beispiel der ICE 1, der zwischen den beiden Sitzen vier Steckdosen hat.

- Erste Klasse im ICE: Auch hier gibt es zwischen zwei Sitzen immer eine Steckdose. Jeder Einzelsitz hat eine eigene. Der ICE 2 hat zwei Anschlüsse pro Doppelsitz, die ICE 1 und 3 haben dort vier Buchsen.- Intercity: „Die überwiegende Mehrzahl hat keine Steckdosen für Fahrgäste”, so die Bahn-Sprecherin. Auch in der ersten Klasse gebe es oft keine Buchsen. 770 Wagen, rund die Hälfte aller Intercity-Wagen, werden aber derzeit modernisiert. Je eine Steckdose befindet sich an jedem Einzel- und Doppelsitz im Großraum sowie an jedem Dreiersitz im Abteil. Mehr als die Hälfte der Wagen sei bereits umgerüstet, alle 770 Wagen seien bis Ende 2014 umgebaut.- Regionalzüge: Noch mehr als im Fernverkehr unterscheidet sich im Regionalverkehr, ob und wo die Wagen Steckdosen haben. Über die Ausstattung entscheidet derjenige, der die Züge bei der Deutschen Bahn bestellt, etwa ein regionaler Verkehrsverbund. Deshalb sei die Ausstattung mit Steckdosen im Nahverkehr teilweise sogar bei demselben Fahrzeugtyp verschieden. Wenn Steckdosen vorhanden sind, dann üblicherweise eine pro Sitzreihe oder pro Sitzgruppe mit Tisch, gelegentlich auch an den großen Gepäckregalen, die zum Beispiel in der Nähe der Türen zum Waggon oder in der Mitte der Waggons stehen.

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